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Berührungen, die der Seele guttun

Es gibt besondere Momente im Leben, in denen Worte nicht ausreichen. Dann ist es eine Umarmung, eine sanfte Hand auf der Schulter oder ein Streicheln auf dem Rücken, das alles sagt, was gesagt werden muss.

Diese körperlichen Signale sind mehr als nur Gesten der Zuneigung, sie wirken tief in uns hinein und tun unserer Seele auf nachweisbare Weise gut. Wissenschaftliche Studien bestätigen, was viele von uns intuitiv wissen: Berührungen fördern unser Wohlbefinden, lindern Stress und helfen uns, innere Ruhe zu finden.

Wie Berührungen uns stärken

Schon in frühen Lebensphasen zeigt sich die Bedeutung von Berührung. Neugeborene, die Hautkontakt zu ihren Eltern erfahren, regulieren Stresshormone besser und entwickeln früh ein Gefühl von Sicherheit. Auch im späteren Leben bleibt dieser Effekt spürbar. Menschen, die regelmäßig Berührungen erleben, berichten über weniger Ängste und depressive Verstimmungen. Studien, die mehr als 130 internationale Untersuchungen ausgewertet haben, zeigen, dass körperliche Nähe Schmerzen lindern, Angst reduzieren und die Stimmung verbessern kann.

Berührungen wirken auf mehreren Ebenen: Sie senken Stresshormone wie Cortisol, können den Blutdruck reduzieren und eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem ausüben. Interessanterweise spielt nicht nur die Art der Berührung eine Rolle, sondern vor allem, wie häufig wir sie erleben. Kurze, aber regelmäßige Berührungen können oft mehr bewirken als seltene lange Massagen.

Wie Sie Berührungen bewusst in den Alltag integrieren

Natürlich ist körperlicher Kontakt immer etwas sehr Persönliches und hängt von der Beziehung und dem Wohlbefinden aller Beteiligten ab. Das wichtigste ist der Respekt vor dem anderen. Doch es gibt viele achtsame Wege, Berührungen zu erleben:

  • Umarmungen mit Freunden, Freundinnen oder Familienmitgliedern, wenn es sich stimmig anfühlt
  • Sanfte Berührungen bei Nähe, etwa beim Sitzen nebeneinander oder beim Händchenhalten
  • Massagen oder Selbstmassage, um Spannungen im Körper wahrzunehmen
  • Tiere streicheln, was ebenfalls beruhigend und verbindend wirken kann

Selbst wenn wir einmal allein sind, kann eine bewusste Selbstberührung wie das sanfte Halten des eigenen Arms oder das Auflegen der Hand aufs Herz ein Gefühl von Ruhe und Selbstakzeptanz fördern.

Mehr Nähe für unser Wohlbefinden

Berührungen sind ein Grundbedürfnis und sie sind Teil dessen, was uns als soziale Wesen ausmacht. In einer Zeit, in der viele Menschen unter Einsamkeit, Stress oder Überforderung leiden, kann achtsame körperliche Nähe ein wertvoller Anker sein. Vielleicht sind es gerade diese kleinen Berührungen, die uns durchs Leben tragen, die uns erinnern, dass wir gesehen und gehalten werden.

Wenn Sie das nächste Mal tief durchatmen und sich nach Nähe sehnen, könnte eine einfache Umarmung genau das sein, was Ihre Seele jetzt braucht. Denn berührt zu werden bedeutet, sich verstanden und unterstützt zu fühlen und zu wissen, dass man in allem, was das Leben an Herausforderungen und schönen Momenten bereithält, nicht allein ist.

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