Ausgabe 01/26
Der Darm reguliert unser Immunsystem wesentlich: Die in ihm lebenden Mikroorganismen – auch Darmflora oder Darm-Mikrobiom genannt – haben großen Einfluss auf unsere Abwehrkräfte.
Joghurt, Haferflocken, Sauerkraut – diese Lebensmittel sind echte Freunde unseres Darms und helfen, das Immunsystem auf Trab zu bringen. Denn sie enthalten Probiotika und Präbiotika, also Inhaltsstoffe, die die Verdauung unterstützen und die Darmflora stärken. Einige der „guten“ Darmbakterien, die uns beim Stoffwechsel helfen können, leben in probiotischen Nahrungsmitteln und gelangen beim Verzehr direkt in unser Verdauungssystem. Dort angekommen, ernähren sie sich unter anderem von bestimmten Ballaststoffen – den Präbiotika. Diese für den Menschen unverdaulichen Pflanzenfasern haben gleich zwei Vorteile: Sie halten unseren Darm in Bewegung, weil sie während der Verdauung Wasser aufnehmen und so höheren Druck auf die Darmwand ausüben – und sie halten die Darmflora gesund.
Ernährung für einen gesunden Darm
Für einen gesunden Darm zählt vor allem eine ausgewogene Ernährung. Diese Tipps können helfen: – Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag senken das Risiko, an chronischen Krankheiten zu erkranken. – Vollkornprodukte liefern mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe als Produkte aus Weißmehl. – Hülsenfrüchte und Nüsse enthalten Proteine, Vitamine, ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe. – Fermentierte Nahrungsmittel: Siehe unten.
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Welche Lebensmittel enthalten Präbiotika?
Obst, Gemüse und einige Getreidesorten stecken voller Ballaststoffee. Diese Stoffee kann der menschliche Darm nicht direkt verwerten, sie haben aber nützliche Eigenschaften. Denn einige dieser Ballaststoffee, die Präbiotika, dienen als Futter für die gesunden Bakterien, wohingegen unerwünschte Bakterien verdrängt werden. Außerdem werden Präbiotika von Darmbakterien in kurzkettige Fettsäuren umgewandelt, die der Körper selbst nicht herstellen kann – sie spielen aber eine entscheidende Rolle für unseren Stoffwechsel und Hormonhaushalt. Zu den Präbiotika zählen Pektin, Inulin, Beta-Glucane und Oligofructose.







