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Illustration einer besorgten Person in einem grünen Pullover, die ein Thermometer in der Hand hält und ihre Temperatur überprüft, mit einer Hand auf der Stirn und Wellenlinien, die Unwohlsein oder Fieber anzeigen.

Wohin denn nun?

Wegweiser Gesundheitssystem

Ausgabe 02/26

Zum Hausarzt, gleich in die Notaufnahme oder erstmal die 116 117 anrufen? Das deutsche Gesundheitssystem bietet viele Anlaufstellen – aber nicht jede passt zu jeder Situation. Diese Übersicht hilft, schnell die richtige Wahl zu treffen.

1. Handelt es sich bei Ihrem gesundheitlichen Problem um einen schwerwiegenden Notfall?
  • wählen Sie den Notruf oder gehen Sie in die Notaufnahme ins Krankenhaus

112 (Notruf)
Lebensbedrohliche Notfälle, rund um die Uhr. Rettungswagen und ggf. Notarzt kommen zu Ihnen und bringen Sie bei Bedarf in die Notaufnahme.

Eine einfache Cartoon-Illustration eines Krankenwagens mit einem roten Kreuzsymbol, einem roten Streifen an der Seite und einem roten Notlicht an der Spitze. Das Fahrzeug wird von der Seite gezeigt.

Notaufnahme im Krankenhaus
Wenn 112 oder 116 117 Sie dorthin schicken. Wer die Notaufnahme unnötig ohne vorherigen Kontakt mit diesen Stellen aufsucht, belastet das System – und wartet oft länger als nötig.

Illustration: Eine Pflegekraft in blauem Kittel schiebt einen Patienten auf einer Krankenhausbahre. Der Patient trägt einen Kopfverband.
2. Wenn es sich nicht um einen Notfall handelt, ist Ihre Hausarztpraxis für Sie da.

Hausärztin*
Hat eine „Lotsenfunktion“, führt allgemeine Diagnostik und Therapie durch, stellt Rezepte für Arznei- mittel und Verordnung für Heil- und Hilfsmittel aus und überweist an Fachärzte und Kliniken. Alternativ kann bei häufigen akuten und chronischen Erkrankungen auch die Videosprechstunde der Teleclinic helfen: www.vividabkk.de/teleclinic 
(*Wer am Hausarztmodell „Hausarzt+“ teilnimmt, geht in der Regel zuerst zum Hausarzt.)

Illustration einer Ärztin mit Stethoskop und Klemmbrett, die aus einem Laptop-Bildschirm aufzutauchen scheint, lächelt und mit einer Hand gestikuliert, als ob sie einen Rat oder eine Beratung anbietet.
3. Falls die Praxis noch geschlossen hat, wenden Sie sich bitte an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst.

116 117 (Ärztlicher Bereitschaftsdienst)
Bspw. hohes Fieber, starke Ohren- schmerzen, Hexenschuss, Magen-Darm-Infekt. Die Nummer vermittelt telefonische Beratung, eine Bereitschaftspraxis oder einen Arzt-Hausbesuch – und verweist bei Bedarf an die Notaufnahme. Unter www.116117.de gibt es mehr Infos und ein Patienten-Navi.

Illustration eines Mannes mit braunem Haar und Bart, der ein Headset trägt und vor einem Laptop sitzt. Er ist mit einem dunkelblauen Hemd bekleidet und scheint in ein virtuelles Gespräch oder eine Online-Arbeit vertieft zu sein.
4. Welches Problem haben Sie?
  • Bei allgemeinen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin (siehe Punkt 2.)
  • Bei einem spezifischen Problem (betrifft Zähne, Augen, Frauen- oder Kinderheilkunde) gehen Sie direkt zu einem Facharzt oder die Hausärztin* überweist bei Bedarf zum Facharzt oder schickt die Person direkt in die Notaufnahme ins Krankenhaus.

Facharzt
Bei gezielten Beschwerden (z. B. Augenärztin, Hautarzt, Orthopädin, Kinderarzt, Gynäkologin), entweder mit Überweisung vom Hausarzt oder direkt nach Terminvereinbarung. Führt spezielle Diagnostik und Therapie durch, stellt Rezepte für Arzneimittel und Verordnungen für Heil- und Hilfsmittel aus und überweist an andere Ärzte, Fachambulanzen oder an Kliniken.

Illustration: Eine medizinische Fachkraft mit Maske untersucht ein Muttermal auf der Schulter einer Frau mit einer Lupe. Die Frau sieht besorgt aus und trägt ein lila Kleidungsstück.

5. Wann reicht es aus, in die Apotheke zu gehen?
  • In der Apotheke werden Sie bei leichten Beschwerden (Schnupfen, Kopfschmerzen) beraten oder Sie erhalten Antworten auf Fragen zu Medikamenten und Wechselwirkungen sowie zu Erste-Hilfe-Bedarf.
  • Sie liefert bei Bedarf Ihre Medikamente nach Hause oder verweist auf die Hausärztin* (Punkt 2.).
Eine blaue Einkaufstasche mit einem roten medizinischen Kreuzsymbol, gefüllt mit verschiedenen Medikamentenflaschen, Blisterpackungen von Tabletten und Behältern, die Apotheken- oder Medizinbedarf darstellen.
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