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Wohin denn nun?

Wegweiser Gesundheitssystem

Zum Hausarzt, gleich in die Notaufnahme oder erstmal die 116 117 anrufen? Das deutsche Gesundheitssystem bietet viele Anlaufstellen – aber nicht jede passt zu jeder Situation. Diese Übersicht hilft, schnell die richtige Wahl zu treffen.

1. Handelt es sich bei Ihrem gesundheitlichen Problem um einen schwerwiegenden Notfall?
  • wählen Sie den Notruf oder gehen Sie in die Notaufnahme ins Krankenhaus

112 (Notruf)
Lebensbedrohliche Notfälle, rund um die Uhr. Rettungswagen und ggf. Notarzt kommen zu Ihnen und bringen Sie bei Bedarf in die Notaufnahme.

Notaufnahme im Krankenhaus
Wenn 112 oder 116 117 Sie dorthin schicken. Wer die Notaufnahme unnötig ohne vorherigen Kontakt mit diesen Stellen aufsucht, belastet das System – und wartet oft länger als nötig.

2. Wenn es sich nicht um einen Notfall handelt, ist Ihre Hausarztpraxis für Sie da.

Hausärztin*
Hat eine „Lotsenfunktion“, führt allgemeine Diagnostik und Therapie durch, stellt Rezepte für Arznei- mittel und Verordnung für Heil- und Hilfsmittel aus und überweist an Fachärzte und Kliniken. Alternativ kann bei häufigen akuten und chronischen Erkrankungen auch die Videosprechstunde der Teleclinic helfen: www.vividabkk.de/teleclinic 
(*Wer am Hausarztmodell „Hausarzt+“ teilnimmt, geht in der Regel zuerst zum Hausarzt.)

3. Falls die Praxis noch geschlossen hat, wenden Sie sich bitte an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst.

116 117 (Ärztlicher Bereitschaftsdienst)
Bspw. hohes Fieber, starke Ohren- schmerzen, Hexenschuss, Magen-Darm-Infekt. Die Nummer vermittelt telefonische Beratung, eine Bereitschaftspraxis oder einen Arzt-Hausbesuch – und verweist bei Bedarf an die Notaufnahme. Unter www.116117.de gibt es mehr Infos und ein Patienten-Navi.

4. Welches Problem haben Sie?
  • Bei allgemeinen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin (siehe Punkt 2.)
  • Bei einem spezifischen Problem (betrifft Zähne, Augen, Frauen- oder Kinderheilkunde) gehen Sie direkt zu einem Facharzt oder die Hausärztin* überweist bei Bedarf zum Facharzt oder schickt die Person direkt in die Notaufnahme ins Krankenhaus.

Facharzt
Bei gezielten Beschwerden (z. B. Augenärztin, Hautarzt, Orthopädin, Kinderarzt, Gynäkologin), entweder mit Überweisung vom Hausarzt oder direkt nach Terminvereinbarung. Führt spezielle Diagnostik und Therapie durch, stellt Rezepte für Arzneimittel und Verordnungen für Heil- und Hilfsmittel aus und überweist an andere Ärzte, Fachambulanzen oder an Kliniken.


5. Wann reicht es aus, in die Apotheke zu gehen?
  • In der Apotheke werden Sie bei leichten Beschwerden (Schnupfen, Kopfschmerzen) beraten oder Sie erhalten Antworten auf Fragen zu Medikamenten und Wechselwirkungen sowie zu Erste-Hilfe-Bedarf.
  • Sie liefert bei Bedarf Ihre Medikamente nach Hause oder verweist auf die Hausärztin* (Punkt 2.).
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