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Fitness und Wellness: Keine Frage des Alters

So gelingt der Einstieg

Mehr Beweglichkeit, kräftigere Muskeln, ein besseres Körpergefühl oder einfach ein bisschen mehr Zeit für sich selbst: Wer etwas Gutes für sich und seine Gesundheit tun möchte, muss damit nicht zwangsläufig schon in jungen Jahren starten. Es ist nie zu spät, mit regelmäßiger Bewegung, Mobilitätsübungen und wohltuenden Auszeiten etwas für Körper und Geist zu tun. Fitness und Wellness müssen weder kompliziert noch teuer sein. Entscheidend ist, was guttut und sich leicht in den individuellen Alltag integrieren lässt.

Bewegung kennt kein Ablaufdatum

„Dafür bin ich zu alt“ – dieser Gedanke hält in Deutschland leider viele Menschen davon ab, sich ein neues sportliches Hobby zuzulegen oder mit einer Trainingsroutine zu starten. Das legen zumindest RKI-Statistiken über das deutsche Bewegungsverhalten nahe. Dabei könnte die Aussage falscher nicht sein. Wissenschaftliche Studien belegen: Auch wer erst spät mit Bewegungsroutinen beginnt, profitiert spürbar. Der Körper reagiert unabhängig vom Lebensalter positiv auf Trainingseinheiten. Sport kann sogar zu einem effektiven Anti-Aging-Mittel werden und dabei helfen, gesund älter zu werden.

So profitiert der Körper von jeder zusätzlichen Minute Bewegung:

  • Ein Alltag mit viel Bewegung und körperlicher Aktivität kombiniert mit regelmäßigem Ausdauersport kann den Alterungsprozess der Zellen verlangsamen.
  • Mit regelmäßiger Bewegung können Sie Krankheiten vorbeugen und das Risiko für Demenz und Diabetes senken.
  • Sportliche Betätigung kurbelt Ihren Kreislauf und Stoffwechsel an.
  • Besonders Bewegung an der frischen Luft wirkt sich positiv auf Ihr mentales Wohlbefinden aus und stärkt Ihr Immunsystem.

Wie viel Bewegung muss es denn sein?

Gute Nachrichten: Eine aktuelle Studie belegt, dass schon 5 Minuten Bewegung am Tag das Leben verlängern können. Die statistische Sterblichkeitswahrscheinlichkeit sank bei 5 Minuten Fahrradfahren oder zügigem Gehen um 10 Prozent. Wer noch einmal um 10 Minuten verlängerte, kam sogar auf 15 Prozent. Das A und O dabei: die Regelmäßigkeit.

  • Wer einen sehr lauten inneren Schweinehund hat, startet am besten direkt morgens nach dem Aufstehen mit einer kleinen Runde um den Block, um dem inneren Widerstand gar nicht viel Zeit zu geben, sich zu Wort zu melden. Jede Minute Bewegung zusätzlich können Sie dann als großen Erfolg verbuchen und sich Schritt für Schritt den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation annähern.

Die WHO empfiehlt wöchentlich 150 bis 300 Minuten moderate Bewegung oder alternativ 75 bis 150 Minuten intensives Ausdauertraining. An 2 Tagen pro Woche sollten muskelstärkende Übungen für die großen Muskelgruppen auf dem Plan stehen. Ab 65 Jahren ist es dabei besonders wichtig, an 3 oder mehr Tagen zusätzlich Balance- und Gleichgewichtsübungen einzubauen, um Stürzen vorzubeugen.

Das klingt überfordernd? Lassen Sie sich auf keinen Fall von den Empfehlungen verunsichern. Viel wichtiger ist es, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass jede Bewegung zählt – spazieren gehen, tanzen, im Garten arbeiten, mit den Kindern oder Enkelkindern toben: All dies wirkt sich positiv auf Körper und Geist aus. Es geht auch nicht darum, von heute auf morgen einen straffen Trainingsplan auszuarbeiten, sondern mit kleinen und einfachen Einheiten zu starten.

Wer aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht auf die empfohlenen Zeiten kommt, sollte sich nur so viel bewegen, wie es die eigenen Möglichkeiten erlauben und wie es guttut.

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Passende Sportarten für den Einstieg finden: Der beste Zeitpunkt ist jetzt

Es muss nicht immer gleich das klassische Fitness-Studio sein. Gerade zum Einstieg in Ihre individuelle Bewegungsroutine bieten sich Sportarten an, die Ihnen Freude bereiten oder sich besonders einfach in den Alltag integrieren lassen:

  • Nordic Walking: Wirkt sich sehr gut auf die Ausdauer aus, ist gelenkschonend und Sie können Tempo und Streckenlänge problemlos an Ihre körperliche Verfassung anpassen.
  • Schwimmen & Wassergymnastik: Das Wasser trägt einen Großteil des Körpergewichts, wodurch die Gelenke besonders geschont werden. Gleichzeitig können Sie sanft die Muskulatur des gesamten Körpers fordern.
  • Rad- oder E-Bike-Fahren: Stärkt die Ausdauer und die Beinmuskulatur und Sie kommen gleichzeitig an die frische Luft. Dank E-Bikes sind auch längere Ausflüge kein Problem.
  • Tanzen: Verbindet Ausdauer, Koordination und Balance und bringt noch dazu Freude.
  • Yoga: Erhält die Beweglichkeit und Balance und verbessert sanft die eigene Körperwahrnehmung. Nach einer ersten professionellen Anleitung können Sie viele Übungen ganz einfach zuhause fortführen.

Auf sich achten: Bewegung und Entspannung im Wechsel

Bewegung und Entspannung gehören zusammen. Nach einer aktiven Phase braucht der Körper unbedingt auch Zeit zur Regeneration. Bewusst eingeplante Wellness-Einheiten können eine sinnvolle Ergänzung sein. Dabei muss es nicht immer das teure Spa-Wochenende sein. Auch ein warmes Bad, ein gutes Buch oder eine Tasse Tee können kleine Auszeiten sein. Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen oder progressive Muskelentspannung lassen sich ohne großen Aufwand zuhause in den Alltag integrieren.

Wichtig ist vor allem, eine Form der Erholung zu finden, die den eigenen Bedürfnissen entspricht und bei der man tatsächlich abschalten kann. Wer dabei etwas mehr Zeit und Budget investieren möchte, tut sich mit wohltuenden Massagen, Thermalbad-Besuchen oder Sauna-Sitzungen etwas Gutes. Bei gesundheitlichen Einschränkungen lohnt es sich vor der Massage oder vor dem Saunieren ärztlich abzuklären, ob intensive Saunagänge oder bestimmte Anwendungen in Ihrem speziellen Fall zu empfehlen sind oder nicht.

Sie waren noch nie bei einer Wellness-Behandlung und wissen nicht, was Sie erwartet und wie Sie sich verhalten müssen?

Keine Sorge, Wellness-Einrichtungen sind Erstbesucher aller Altersstufen gewohnt – vielen anderen geht es so genauso wie Ihnen. Die meisten Anbieter haben eigens einen Sauna- und Wellness-Knigge, der alle wichtigen Fragen im Vorfeld beantwortet.

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