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„Mein Körper kann so viel mehr, als ich denke“

Den inneren Schweinehund überwinden

Der Vorsatz ist gefasst, die Sporttasche fertig gepackt. Doch dann meldet sich eine kleine Stimme in unserem Inneren: „Muss das wirklich heute sein? Morgen ist doch auch noch ein Tag! Und sowieso habe ich noch einen Berg Arbeit auf dem Schreibtisch.“ Der innere Schweinehund hat meistens sehr gute Argumente, auch wenn wir ihn eigentlich durchschauen und es besser wissen. Erfahren Sie hier, wie Sie den psychologischen Mechanismus des inneren Schweinehundes mit einfachen Strategien überwinden und auch, wie Sie Ihre Grenzen neu kennenlernen.

Wer ist eigentlich dieser innere Schweinehund?

Unser innerer Schweinehund lässt sich ganz einfach erklären: Das Gehirn ist von Natur aus dazu programmiert, Energie zu sparen und unnötigen Aufwand zu vermeiden. Immer dann, wenn zwei Optionen zum gleichen Ziel führen, wählen wir intuitiv diejenige, die uns weniger abverlangt – dabei ist es egal, ob es sich um körperliche oder mentale Anstrengung handelt. Kein Wunder also, dass sich vor dem Training im Fitnessstudio oder dem abendlichen Spaziergang, aber auch vor dem Durchackern eines umfangreichen Fachbuchs erst einmal ein Widerstand regt.
Was uns früher einmal davor bewahrt hat, wertvolle Kräfte zu verschwenden, kommt uns heute in die Quere, obwohl wir uns etwas Gutes tun und wachsen möchten. Es fällt uns besonders schwer, einen Aufwand, wie zum Beispiel die regelmäßige Bewegung, auf uns zu nehmen, wenn der Nutzen noch gar nicht so richtig greifbar ist. Zum Glück gibt es zahlreiche Methoden, diese Lücke zwischen Wissen und Handeln zu schließen.

Strategien gegen den inneren Schweinehund

  • Die Kraft der Visualisierung: Machen Sie sich bewusst, auf welchen Zustand Sie hinarbeiten. Versuchen Sie sich genau vorzustellen, wie Sie sich fühlen werden, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Das lenkt die Aufwand-Nutzen-Rechnung schon von vornherein in die richtige Richtung.
  • Ein Schritt nach dem anderen: Teilen Sie den Weg zu Ihrem Ziel in überschaubare Stücke ein. Kleine, machbare Etappen kosten weniger Überwindung als ein riesengroßer Schritt auf einmal.
  • In die richtige Stimmung kommen: Wenn wir müde, angespannt oder traurig sind, hat der innere Schweinehund besonders leichtes Spiel. Überlisten Sie sich selbst und bringen Sie sich vor Ihrer nächsten Etappe in Richtung Ziel mit Ihrer Lieblingsmusik oder positiven Affirmationen in eine bessere Stimmung.
  • Den Start so einfach wie möglich gestalten: Sie möchten regelmäßig zum Sport? Packen Sie Ihre Tasche schon am Abend vorher, damit Sie am nächsten Tag, ohne lange zu überlegen, direkt los können.
  • Erfolge feiern – ohne sich auf ihnen auszuruhen: Halten Sie immer wieder inne und machen Sie sich bewusst, was Sie schon geschafft haben. Das kann dazu anspornen, weiterzumachen. Aber Achtung: Manche Menschen neigen dazu, sich zu sagen: „Jetzt habe ich so viel geschafft, da habe ich mir auch mal eine Pause verdient.“ Sollte Ihnen das bekannt vorkommen, ändern Sie die Strategie und blicken Sie besser nach vorne als zurück.

Körperliche Grenzen verschieben

Wer den inneren Schweinehund mit diesen Strategien schon gut in den Griff bekommen hat, kann körperlich noch einen Schritt weitergehen: Der ungeliebte Kollege meldet sich nämlich nicht nur vor, sondern gerne auch während der Bewegungseinheit. An diesem Punkt heißt es: die eigenen Grenzen besser kennenlernen.

Wer setzt die Grenze: Körper oder Kopf?

Sportwissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt: Geistige Erschöpfung kann die körperliche Leistungsfähigkeit deutlich senken, auch wenn Muskeln und Herz-Kreislauf-System gar keine messbaren Veränderungen zeigen. Das heißt: Wenn wir müde oder gestresst sind, haben wir schneller das Gefühl, an unserer körperlichen Grenze angelangt zu sein, obwohl der Körper eigentlich noch leistungsfähig wäre. Das subjektive Belastungsempfinden in unserem Kopf suggeriert uns weit vor unserer körperlichen Belastungsgrenze: Hier ist Schluss!

Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie ab sofort jedes Erschöpfungsgefühl ignorieren sollen. Ihr Körper verdient Erholung genauso wie Aufmerksamkeit. Es bedeutet aber, dass Sie lernen können, die Grenze, an der Ihr innerer Schweinehund „Stopp“ ruft, kritisch zu hinterfragen.

Ihr Körper wächst mit, wenn Sie ihn lassen

Vielleicht haben Sie schon einmal an einer Plank-Challenge teilgenommen oder ein Trainer hat Sie bei einem Kurs ermutigt, über Ihre selbst gesetzte Grenze hinauszugehen? Dann haben Sie bestimmt gemerkt: „Mein Körper kann viel mehr, als ich eigentlich dachte.“ An diesem Punkt beginnt Wachstum. Wenn Sie in kleinen Schritten Ihre Grenzen verschieben, wachsen Sie über sich hinaus.

Dabei gilt: Verschieben Sie Ihre Grenzen sanft und bewusst! Achten Sie immer genau auf Ihren Körper und die Signale, die er Ihnen sendet. Erschöpfung sollten Sie ernst nehmen und nicht zu viel von sich abverlangen.

Wussten Sie schon? Auf dem Instagram-Kanal der vivida bkk gibt es nicht nur die Plank-Challenge zum Mitmachen, sondern viele weitere motivierende Infos rund um die körperliche, mentale und soziale Gesundheit. Unbedingt reinschauen!

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