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Ein „dunkenswertes“ Engagement

Leidenschaft Basketball

Für Diego Santos ist ehrenamtliches Engagement eine runde Sache – auch deshalb, weil er es mit seiner großen Leidenschaft für Basketball vereinen kann. Doch wie bringt er Familie, Arbeit und Ehrenamt in Einklang – und was treibt ihn jeden Tag aufs Neue dazu an? 

Wie Diego Santos zum Geschäftsführer der Black Forest Panthers wurde? Als ehemaliger Basketballer war er dem Sport immer eng verbunden. Vor drei Jahren kam nach einem Junioren-Spiel seines Sohnes die Anfrage: Der Verein aus Villingen-Schwenningen steckte in finanziellen Schwierigkeiten und suchte einen Sponsor für die Profi-Herrenmannschaft. Santos aber wollte mehr: Er übernahm ehrenamtlich die Geschäftsführung und entwickelte in den folgenden Monaten ein zukunftssicheres Marketingkonzept für den heutigen Regionalligisten – inklusive Namensänderung, neuem Vereinslogo, neuem Trainer und der Gründung einer GmbH für den professionellen Spielbetrieb.

Aller Anfang ist schwer

Ob Vorstandstätigkeiten in Verein, Nachbarschaftshilfe oder kulturelles Engagement – wer mit dem Ehrenamt beginnt, stellt sich viele Fragen. Ein wichtiger Aspekt ist beispielsweise die Zeiteinteilung. „Mein Ehrenamt fühlte sich im ersten Jahr wie ein zweiter Vollzeitjob an“, schmunzelt Santos, der hauptberuflich als leitender Angestellter für einen Automobilzulieferer arbeitet. „Vor allem wöchentliche Checklisten und Kalendereinträge helfen mir, meine Aufgaben zu organisieren.“

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Ein eingeschworenes Team

Der gebürtige Mexikaner weiß genau: Ehrenamt gelingt nur mit Ansporn. Dass er sich jedes Mal aufs Neue motivieren kann, liegt vor allem an seiner Leidenschaft für den Sport. Zudem kennt er sich als ehemaliger Basketballspieler bestens mit Teamplay aus: Im Verein bilden nicht nur Spieler und Trainer eine Einheit, sondern auch die rund 25 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei den Heimspielen – vom Ticket- und Getränkeverkauf bis zum Auf- und Abbau-Team.

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Ein Ziel vor Augen

„Eine große Motivation sind auch die besonderen Momente, die ich mit meinem Ehrenamt bei den Panthers verbinde – beispielsweise die mitfiebernden Fans auf den Rängen“, erklärt er. Umso schöner ist es, wenn er darunter auch seine Familie entdeckt. Darüber hinaus verfolgt er mit dem Verein auch sportliche Ambitionen: Die Black Forest Panthers wollen in die zweite Liga aufsteigen. „Als wir angefangen haben, war es mir wichtig, diese Zielsetzungen niederzuschreiben, um sie nicht aus den Augen zu verlieren – eine Methode, die mir immer wieder hilft, wenn ich ein neues Projekt angehe“, so Santos.

Entspannung in der Natur

Bei seinem vollen Terminkalender ist es ihm wichtig, auch Zeit zum Entspannen zu finden. „Das gelingt mir am besten mit Aktivitäten, bei denen ich meinen Kopf abschalten kann – besonders beim Sport und in der Natur mit meiner Familie“, sagt Santos. Um fortan mehr Zeit mit ihr verbringen zu können, möchte er sich künftig stärker auf strategische Themen im Verein konzentrieren. Bis dahin will er die professionellen Strukturen des Vereins weiter ausbauen. Dazu gehört auch die Gesundheitspartnerschaft der Panthers mit der vivida bkk: „Gemeinsam planen wir Aktionen für die Vereinsmitglieder, aber auch die Menschen in der Region. Als Verein möchten wir schließlich für eine gesunde Lebensweise sensibilisieren“, sagt Santos. Bei den Street Games, einer wichtigen Sportveranstaltung in Villingen-Schwenningen, engagierte sich der Verein beispielsweise gemeinsam mit der vivida bkk beim 3x3-Basketballturnier.

Ehrenamt im Rückgang

Um den Verein zukunftssicher aufzustellen, ist er auch auf die Hilfe seines ehrenamtlichen Teams angewiesen. Obwohl alle Engagierten perfekt eingespielt sind, bereitet ihm eine Entwicklung hierzulande Sorgen: Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind immer schwieriger zu finden. 2019 engagierten sich noch 39,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren ehrenamtlich, 2024 waren es nur noch 36,7 Prozent. „Dabei ist Ehrenamt eine sinnstiftende Tätigkeit, die mich auch mental fit hält – und anders als im Profisport gibt es dabei keine natürliche Altersgrenze“, scherzt er. ∙

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