Gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen
Patientinnen und Patienten möchten sich respektiert und gut aufgehoben fühlen. Doch manchen macht der Arztbesuch Sorgen: Sie haben Angst vor Diskriminierung oder unsensibler Behandlung. Betroffen sind unter anderem Personen der LGBTQIA+-Community, People of Colour, Migrantinnen und Migranten, Menschen mit Behinderung oder Übergewicht. Um Diskriminierung im Gesundheitswesen abzubauen, gründete Samson Grzybek 2021 „Queermed Deutschland“ – ein bundesweites Online-Verzeichnis sensibilisierter Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten. „Menschen, die Diskriminierung erlebt haben oder befürchten, können dort gezielt Praxen suchen oder empfehlen, die für ihre Bedürfnisse sensibilisiert sind – das erleichtert den Zugang zu medizinischem Rat und erfolgreicher Behandlung“, erklärt Dr. Tanja Katrin Hantke, Ärztin und Gesundheitsexpertin bei der vivida bkk. „Queermed setzt im Namen einen Fokus auf die queere Community, soll aber so inklusiv wie möglich sein und setzt sich für eine diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung aller Menschen ein.“ Die Plattform bietet auch Weiterbildungsangebote wie Workshops und Vorträge sowie einen Leitfaden für Arztpraxen zum sensibilisierten Umgang mit Patienten an. Mehr Informationen unter: www.queermed-deutschland.de
